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  • Wie das “fpp-Cookie” das Affiliate Marketing revolutioniert
    geschrieben von Jessica (15. Mai 2009)

    Info in Wie das fpp-Cookie das Affiliate Marketing revolutioniert

    „Im Online Marketing ist alles Messbar, vom View, zum Klick, bis zum Sale“ diese Lüge geistert immer noch durch die Marketing Welt und nutzt so mancher als Verkaufs Argument. Zugegeben, es ist vieles Messbar im Online Marketing und die Wirkung einer Online Kampagne lässt sich besser erheben als die von TV Spots oder Plakat Werbung, jedoch gibt es im Online Marketing neben der „Blackbox“ Mensch, auch eine Problematik Namens „richtigesTracking“.

    Im Bereich des Affiliate Marketings wird das Tracking von den Netzwerken übernommen. Als unabhängiger Dritter, fungiert das Netzwerk zwischen Affiliate und Merchant. Der Merchant nutzt meist nebenher ein internes Tracking um die gezählten Daten des Netzwerks zu kontrollieren und um weitere Statistiken zu erheben.

    Der große Streitpunkt im Bereich des Performance-Marketing liegt nicht an der Genauigkeit des Trackings, sondern an den vom Merchant gesetzten Regeln.

    Streitpunkt 1: First or Last

    Der Merchant bestimmt bei Erstellung des Trackings welcher Cookie den Verkauf/Lead zugesprochen bekommt, entweder der Affiliate, dessen Cookie als erstes gesetzt wurde, oder der Affiliate der den letzten Cookie gesetzt hat. Vor allem SEM Affiliate sind für den first Cookie, so arbeiten Sie hart für gute Suchmaschinenpositionen und ein Affiliate, der mehrere Positionen unter ihnen steht, kassiert den Sale, wenn der User mehrere Angebote vergleicht.

    First Cookie spielt natürlich Cookie-Spamern in die Karten, ist der Cookie gesetzt, ist die Provision garantiert.

    Last Cookie Verfechter sind vor allem Affiliates, die besonders auf klickstarke Einbindungen achten. Wieso sollte jemand die Provision kassieren, bei dem der Affiliate vor zwei Wochen auf ein Werbemittel geklickt hat, ohne was zu kaufen?

    Streitpunkt 2: Werbeleistung schon beim View

    Ein weiteres viel diskutiertes Thema ist die Frage der Werbeleistung und der Vergütung. Affiliates rechnen jede Performance-Schaltung auf einen View-Wert, um die eingebundenen Partnerprogramm miteinander vergleichen zu können. Bei den Partnerprogrammen wird oft nur nach Erfolg bezahlt, aber wie bereits in der Einleitung erwähnt, lässt sich der Erfolg nicht mehr 100% messen. Das cookiebasierte Tracking, lässt sich leicht durch moderne Browser unterbrechen. Cookies werden nach schließen des Browsers gelöscht oder vom Browser automatisch nach einem Zeitraum von 30 Tagen. Die Cookie Lifetime wird damit zur Farce. Ein Verkauf außerhalb der Session findet immer seltener statt. Nun werden die Rufe lauter, auch im Performancebereich, die reine Werbeeinblendung zu vergüten. Anders als beim TKP aber nur bei Erfolg.

    Die Lösungsansätze:

    Es gibt momentan zwei recht interessant Lösungsansätze, die noch in den Kinderschuhen stecken, aber erst einmal ausgereift, können sie das performance Marketing revolutionieren. Die Rede ist vom Post View Tracking und vom Flash Cookie.

    Das Post View Tracking setzt bereits einen Cookie bei einer Werbeeinblendung und wird von vielen Netzwerken momentan auf den Markt geworfen. Problematisch hierbei ist ein erhöhtes Trafficaufkommen bei den Merchants, denn der View-Cookie wird durch einen simulierten Klick erzeugt, es empfiehlt sich daher der Einsatz einer extra erstellten leeren HTML Seite. Ein weiteres Problem ist das Tracking, denn der Merchant muss von nun an die Trackingpixel permanent einblenden um auch die Viewpixel vergüten zu können. Damit besteht auch die Gefahr einer Mehrfachvergütung, wenn über mehrere Netzwerke das Post View Tracking genutzt wird.

    Bei der momentanen Umsetzung des Post View Cookies kann ebenfalls eine Diskussion um first or last entstehen. Welcher View wird vergütet, der Erste oder der Letzte? Ein Disput um View vs. Klick wird es nicht geben, der Klick-Cookie wird priorisiert und überschreibt stets den View-Cookie.

    Angedacht ist eine Provisionsaufteilung, sprich jeder View wird im Falle einer Conversion vergütet. Kritiker sagen, dadurch würden die gezahlten Provisionen zu gering, man Stelle sich vor ein CPO von 5 Euro wird durch 20 Partner geteilt… Den Kritikern erwidern andere, die einzelnen Provisionen werden zwar geringer, dafür werden öfter welche bezahlt, der Kuchen wird ja nicht kleiner, sondern nur umverteilt. Ob die Provisionen dadurch gerechter verteilt werden sei dahin gestellt. Ein guter Ansatz ist es alle mal. Eine weitere Frage ist, wie agieren die Post View Cookies der verschiedenen Netzwerke untereinander? Muss man sich als Merchant für ein Netzwerk entscheiden? Macht eine interne Lösung nicht mehr Sinn?

    Um den Cookies eine längere Lebenszeit einzuräumen, setzt belboon das flash-Cookie ein. Dieses wird auf dem Computer des Users gespeichert und nicht im Browser. Angeblich werden diese Cookies auch nicht durch Anti-Viren Programme gelöscht. Eine längere Lebenszeit ist damit erstmal garantiert. Versuche des „Fingerprint Trackings“ und ähnlichem haben sich zur Identifizierung der User noch nicht als markttauglich erwiesen.

    Wir schauen in die nahe Zukunft und sehen das neue „flash-postview-provisionsteiler-cookie“ kurz „fpp-Cookie“. Ein Cookie, das durch die Broswer nicht gelöscht wird und seine tatsächliche Lifetime überlebt. Einmal gesetzt zeichnet es alle Aktivitäten des Users bis zur Conversion auf und vergütet gerecht alle Affiliates die daran beteiligt waren. Klick und View versteht sich. Das wäre eine Revolution. Die Affiliates werden endlich nach ihrer wahren Werbeleistung vergütet.

    Bis es soweit ist, dauert es sicher noch ein bisschen.
    Wir sind gespannt wie die ersten Usability Test laufen, sowohl mit dem flash-Cookie als auch mit dem Post-View Cookies. Wer aktiv mitmachen möchte: Das elektronik-star Partnerprogramm bietet sowohl das flash-Cookie Tracking bei belboon an, als auch Post-View Cookie bei Zanox, belboon und Affiliwelt.


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